Oh, du Kenia - oder this is Africa

Ein paar Tage Nairobi genügen, um sich zu wundern, den Kopf zu schütteln oder zu schmunzeln:
Simon fühlt sich schlecht, muss sich mehrmals übergeben und ist danach zu schwach, um mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Ich gebe ihm Geld, er geht zum Arzt und einmal mehr bekommt er eine injection gegen Malaria - das ist bei jedem Arztbesuch die Diagnose und die Medizin, eigentlich sollten wir uns darüber also längst nicht mehr wundern. (Ich hätte ja eher auf einen verdorbenen Magen getippt. Aber die Hauptsache ist natürlich, dass es ihm jetzt wieder gut geht.)
Oder dann der Schlüssel, den wir nachmachen lassen. Same, same? – Yes. Same, same. Es geht ruckzuck, kostet auch nur 200 Schilling, aber aussehen tut er dann doch different. Dennoch passt er irgendwie.
Gestern bekam der Richtige ein paar Informationen zur Verkehrssicherheit in Kenia, was ihn mehrmals herzhaft lachen liess. Ich habe zwei Beispiele herausgepickt:


1. Boda boda riders must follow traffic rules. (Offensichtlich war das bisher nicht der Fall.)

Vielleicht in Zukunft mit Helm und nur noch einem Passagier?

2. Wenn durch einen Matatu-Fahrer jemand stirbt, müssen sie nebst dem Führerscheinentzug mit der Todesstrafe rechnen. Was nicht drastischer ist als bisher, Lynchjustiz hat den Chauffeuren nämlich jetzt schon oft geblüht, wenn sie den Betroffenen der Überfahrenen in die Hände gerieten. Aber ab sofort ist das also offiziell.
Am Morgen höre ich im Garten ein verdächtiges Knacken und da bricht doch tatsächlich wieder einmal ein halber Baum ab. Zum Glück nicht gegen das Haus und es wird auch niemand verletzt.



Vor ein paar Tagen wollte ich im Nakumatt des Village Markets einkaufen gehen, denn seit ein paar Wochen sind da auch die Frischprodukt-Gestelle wieder voll. Aber eben, es wurde nichts daraus. Ich stand vor verschlossenen Rollladen und sah, wie sich die Angestellten dahinter zusammenrotteten. Auf meine Frage, ob der Laden zu sei, antwortet man mir: „They have some issues and have not yet commented about it.“ Well, then, fahre ich halt zum ersten Mal in den Naymas ganz bei uns in der Nähe. Dazu gäb’s auch ein paar Worte, aber für heute ist genug.


Cheers
Eure African queen
Irène


Ps. Ausserdem werden wir im Moment rund um die Uhr beschallt mit Kirchenliedern aus den umliegenden Gotteshäusern. Ich schätze, das wir noch bis heute Nacht fortgeführt...

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